Die Kellas-Hybridkatze ist eine der mysteriösesten Katzenarten der britischen Inseln. Jahrzehntelang galt sie als Mythos – irgendwo zwischen Bigfoot und Nessie – bis schließlich klar wurde, dass diese beeindruckenden Tiere tatsächlich existieren.
Heute tauchen sie noch vereinzelt in Schottland auf, doch viele Menschen wissen kaum etwas über sie. Dieser Artikel räumt mit Legenden auf und zeigt, was die Wissenschaft wirklich weiß.
Mythos 1: „Kellas-Hybridkatzen existieren gar nicht.“
Lange Zeit hielten Forscher und Einwohner die Kellas-Katze für ein Fantasiegeschöpf. Doch 1984 bestätigte ein Fund in Schottland: Die Tiere sind real.
Heute weiß man:
- Es handelt sich um Hybride aus Hauskatzen und schottischen Wildkatzen.
- Museale Präparate, beispielsweise im Zoologischen Museum der Universität Aberdeen, belegen ihre Existenz.
- Sie leben zurückgezogen – hauptsächlich in den Highlands.
- Die Tiere sind extrem selten, werden aber längst nicht mehr als „Fabelwesen“ betrachtet.
Fakt 1: Kellas-Katzen können beeindruckend groß werden
Einige dokumentierte Tiere erreichten:
- über 110 cm Länge vom Kopf bis zur Schwanzspitze
- kräftige, muskulöse Körper
- einen langen, buschigen Schwanz
Durch ihre Größe und Färbung wirken sie oft noch wilder als echte Wildkatzen.
Fakt 2: Sie stammen von Wildkatzen ab – nicht von einer gezüchteten Rasse
Die Kellas-Katze ist keine Rasse, sondern ein zufällig entstandener Hybrid. Die Gene stammen überwiegend von:
- schottischen Wildkatzen (Felis silvestris)
- verschiedenen Hauskatzen
Daher variieren Aussehen und Verhalten stark.
Mythos 2: „Man kann eine Kellas-Katze als Haustier halten.“
Ein gefährlicher Irrglaube. Auch wenn Kellas-Kätzchen süß aussehen – sie sind Wildkatzen-Hybride und behalten auch in Gefangenschaft ihre instinktiven Verhaltensweisen.
Wildtypisches Verhalten:
- starke Jagdinstinkte
- Ausbruchsversuche
- Aggression bei Stress
- territoriales Verhalten
- sehr hohe Kraft in Hinterbeinen und Krallen
Eine ausgewachsene Kellas-Katze kann Möbel, Türen oder andere Haustiere ernsthaft beschädigen oder verletzen.
Kellas-Hybriden gehören nicht in Haushalte – selbst erfahrene Halter können diese Tiere kaum kontrollieren.
Fakt 3: Eine der seltensten Katzen Großbritanniens
Heute gilt die Kellas-Hybridkatze als eines der seltensten Säugetiere Großbritanniens. Sie lebt:
- hauptsächlich in den schottischen Highlands
- in dicht bewachsenen Regionen
- weit entfernt von menschlicher Besiedlung
Naturschützer sind bestrebt, sie zu erhalten, da sie ein letzter Hinweis auf die ursprüngliche Wildkatzenpopulation ist.
Warum Katzenhalter in Schottland vorsichtig sein sollten
Hauskatzen können sich mit wild lebenden Kellas-Hybriden ungewollt paaren. Das führt:
- zu genetischer Vermischung
- zu potenziell gefährlichen Hybriden
- zu Gesundheits- und Verhaltensproblemen
Wenn du in einer solchen Region lebst:
- halte deine Katze drinnen
- sorge für ein sauberes, attraktives Katzenklo mit Pacha-Streu
- sichere Fenster und Türen
- lasse deine Katze kastrieren, um ungewollte Fortpflanzung zu verhindern
Häufige Missverständnisse über Kellas-Katzen
- „Sie sind nur große Hauskatzen.“ – Nein, sie besitzen Wildkatzeninstinkte, die sie unberechenbar machen.
- „Wenn man sie jung aufzieht, werden sie zahm.“ – Wild bleibt wild, Handaufzucht ändert das nicht.
- „Sie sind gefährlich wie Raubkatzen.“ – Sie sind wild, aber scheu und meiden Menschen. Gefährlich werden sie vor allem, wenn man versucht, sie zu zähmen.
Fazit – Faszinierend, selten, aber nichts fürs Wohnzimmer
Die Kellas-Hybridkatze ist ein beeindruckendes, aber wildes Tier – ein faszinierender Teil der schottischen Natur, der geschützt werden sollte. Als Haustier ist sie absolut ungeeignet.
Doch Katzenhalter können durch verantwortungsvolle Haltung dazu beitragen, die genetische Integrität der Wildpopulation zu schützen. Ein sauberes, attraktives Katzenklo zu Hause – am besten mit Pacha-Streu – sorgt dafür, dass deine Hauskatze nicht nach draußen abwandert und so die Wildpopulation gefährdet.
Hast du schon einmal von Kellas-Katzen gehört? Teile deine Erfahrungen oder Fragen.

